WordCamp Europe 2017 in Paris

Das WordCamp Europe 2017 fand in Paris vom 15. bis 17. Juni 2017 statt.

Seit fünf Jahren findet einmal jährlich die weltgrösste WordPress Konferenz „WordCamp Europe“ statt. Nach Leiden, Sofia, Sevilla und Wien (2013-2016), traf sich die WordPress Community dieses Jahr in Frankreichs Hauptstadt.

Rund 1’900 Besucher aus 79 Ländern trifft man sonst ausserhalb von Flughäfen nur selten an. WordCamps machen es einfach, neue Bekanntschaften zu schliessen und alte zu vertiefen, zu fachsimpeln und sich über die neuesten Entwicklungen rund um WordPress und Webdesign im Allgemeinen auszutauschen.

FUN FACT: Florian und ich haben uns am ersten WordCamp Europe 2013 in Leiden kennengelernt und daraus ist zunächst die Idee für picu.io und später Haptiq entstanden.

Da wir als Team komplett „Remote“, also ortsunabhängig und ohne gemeinsames Büro arbeiten, sind die Tage rund um ein WordCamp jeweils eine gute Gelegenheit, um uns persönlich auszutauschen, aktuelle Projekte zu besprechen und direkt zusammen zu arbeiten.

Wapuu, das WordPress-„Maskottchen“, begrüsste die Teilnehmer am Registration Desk.

Für uns begann das WordCamp am Donnerstag mit dem Contributor Day. Florian war dieses Jahr als „Photography Team Lead“ Teil des Orga-Teams und dadurch an allen drei Tagen voll eingespannt. Ich gesellte mich am Donnerstag zu den „Polyglots“, dem Team, das für die Übersetzung der WordPress Software und Plugins/Themes zuständig ist. Neben einigen kleineren Korrekturen an der Deutschschweizerischen Version sowie der Übersetzung eines Themes, welches wir in Workshops einsetzen, wurde ich zudem als GTE (General Translation Editor) für CH eingetragen und habe vor, mich in Zukunft in diesem Bereich einzubringen.

Rund 1’900 Besucher aus 79 verschiedenen Ländern konnte das WordCamp dieses Jahr verzeichnen. Hinter den Kulissen sorgten insgesamt 45 Co-Organizer und 221 Freiwillige für einen reibungslosen Ablauf.

Am Freitag und Samstag fand dann die eigentliche Konferenz mit über 40 Talks statt. Die Präsentationen waren in diesem Jahr in zwei Tracks aufgeteilt – im Vorjahr waren es drei – was die Auswahl etwas einfacher machte, ohne dass man das Gefühl hatte, all zu viel zu verpassen. Thematisch richteten sich die Talks bei Weitem nicht nur an Entwickler. Auch für WP-fremde Webworker wäre sicher das ein oder andere Thema dabei gewesen.

Meine Highlights

Rian Rietveld: Accessibility In The Age Of The Headless CMS
Auch oder besonders in Zeiten von modernen Webentwicklungs-Frameworks, Websites die immer dynamischer werden und Inhalten die interaktiv geladen werden, darf die Barrierefreiheit nicht vernachlässigt werden. Rian zeigte in Ihrer Präsentation wertvolle Tipps, wie dies heute möglich ist.

Sasha Endoh: Using WordPress for Good
In ihrem Talk zeigte Sasha auf, wie sich ihre Arbeit mit Nonprofit-Organisationen gestaltete, welche Besonderheiten sich in diesem Bereich stellen und warum WordPress für Sie die ideale Lösung darstellt.

Marina Pape: Lessons Learnt Marketing WooCommerce Since July 2014
Auch wenn der Titel des Talks vermuten lassen könnte, dass es sich um das Marketing von individuellen WooCommerce Onlineshops dreht, ging es hier um das Marketing des eigentlichen WooCommerce-Plugins. Marina zeigte eindrücklich, wie sich Ihre Arbeit im Online Marketing veränderte und welche Herausforderungen sich stellten, während WooCommerce zum weltweit grössten Shop-System wuchs.

Caspar Hübinger: Big Little Shame — a Tale of Empowered User Experience Through Localisation
Übersetzungen können schon rein technisch gesehen eine Herausforderung sein. Diese dann auch noch gender neutral zu gestalten verkompliziert die Sache teilweise zusätzlich und stösst auch nicht nur auf wohlwollende Akzeptanz. Warum das generische Maskulinum nicht einfach akzeptiert werden sollte, auch wenn es „doch schon immer so war“ hat Caspar, zusammen mit einem kleinen Rundgang in die linguistische Geschichte der deutschen Sprache, in einen spannenden Vortrag verpackt.

Da wir dieses Mal nur von Mittwoch bis Sonntag anreisten blieb rundherum leider nicht mehr viel Zeit, um viel von Paris zu sehen, was ich auf jeden Fall bei nächster Gelegenheit nachholen möchte. Abgesehen davon war es wie jedes Jahr eine sehr inspirierende Zeit, von der wir neben einigen neuen Kontakten vor allem auch viele neue Ideen mitnehmen konnten.

Florian hatte wie jedes Jahr seine Kamera dabei, seine fotografische Zusammenfassung finden Sie hier.

Claudio Rimann ist einer der Gründer der Haptiq GmbH. Selbständig seit 2011. Background im Marketing und Print-Design. Autodidakt. Designer aus Leidenschaft. Unrehabilitierbarer Digital-Junkie. Twitter, LinkedIn, Blog